Romane

Sono, vom Stamm der Wasserdruiden rettet den vom verfeindeten Erdendruiden-Stamm kommenden Ciarann und das wirbelt ihr Leben gründlich durcheinander. Was sie getan hat zieht eine Reihe von Ereignissen nach sich, deren Hntergründe sich zunächst nicht gleich erschließen lassen. Und warum ist der mächtige Gedankenleser Lord Firon hinter ihr her?

Die tapfere Sono muss sich in dieser Geschichte so mancher Prüfung stellen und begreift erst mit der Zeit, wie mächtig ihre eigenen Fähigkeiten sein können. Und auch in Sachen Liebe ist manchmal nicht so einfach, wie sich unsere Heldin das so wünschen würde. Ob es ein Happy End für Sono und Ciarann gibt? Das müsst ihr selbst nachlesen ;-)

 

Der Roman kommt eindeutig aus dem Fantasy-Bereich und wird Fans dieses Genres ganz sicher begeistern. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und der Roman ist ein gelungener Mix aus Abenteuer und auch ein bisschen Romantik. Die Hauptrolle Sono hat mir dabei am besten gefallen, da sie ein wirklich starker weiblicher Charakter ist. Bei den anderen Figuren war ich mir nicht immer so sicher, da mir hier manchmal eine klare Linie gefehlt hat, um sich besser in die Personen hineinzuversetzen. Alles in Allem eine spannende Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, die aber auch noch ein klein wenig Luft nach oben hat. Ich hoffe, es wird noch mehr von Andrea Ego zu lesen geben. Ein Fortsetzung zu diesem Buch würde sich auf jeden Fall anbieten.


Nicht per Anhalter durch die Galaxie, sondern per Zufall im Weltall. Unvorhersehbare Umstände bringen unseren "Helden" Pietro Poroso auf den Raumkreuzer MIST, dabei wollte er doch nur Getränke ausliefern.

Doch es dauert nicht lange und er schippert mit mehr Glück als Verstand als Commander durch den Weltraum. Wen er auf seinem Abenteuer alles trifft und welche Aufgaben er zu bewältigen hat, das lest aber am besten selbst.

"Pietro Poroso" ist eine unterhaltsame Grafic-Novel des Autors Peter Caprano und ein "Must-Have" für alle Comic und Science Fiction Fans. Das hochwertige Hardcover mit  professionieller grafischer Gestaltung besticht durch seine vielen Comic-Bildern und ist derzeit nur über die Homepage des Autors erhältlich: http://petercaprano.jimdo.com/


Ludgera Vogt ist mit "Libori Lüge" ein toller Einstieg in das Genre Regional-Krimi gelungen. Der Leser begleitet dabei die Kommissare Aßmann und Gerke durch die "dunkle Seite" von Paderborn und rätselt mit, wenn es um die Auflösung eines kniffeligen Falles geht. Die Pflegerin Lousia begeht einen rätselhaften Selbstmord, beim dem irgendwie nichts zusammenzupassen scheint. Und das soll nicht die einzige unerklärliche Tote bleiben. 

Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, die Geschichte bleibt durchweg spannend und ist dabei aber nicht zu blutrünstig, was mir persönlich gut gefallen hat. Man bekommt erste Einblicke in die Persönlichkeiten der Ermittler und man wünscht sich, dass dies in einem hoffentlich zweiten Teil intensiviert wird.  Mir gefällt diese Art unterhaltsamer Krimis mit regionalem Bezug sehr, begleite ich doch auch schon seit langem Michael Kibler und seine Kommissare durch meine Geburtsstadt Darmstadt ;-)

Das Cover von Libori-Lüge finde ich ebenfalls ansprechend und hochwertig und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.


Manhattan Love Dreams ist das insgesamt dritte Buch, das ich von der Autorin Nathalie C. Kutscher lese und jedesmal bewege ich mich in einem anderen Genre. Dieser Roman ist ein typischer Liebesroman, der aus dem Leben von Charlotte und ihrer Ehe erzählt. Ihr Mann Pat, ein Künstler, und sie selbst, eine angehende Autorin, möchten in New York durchstarten. Doch am Ende gibt sie sich dabei selbst auf und folgt nur noch den Träumen ihres Mannes. Warum das nicht gut gehen kann und welche Wendungen das Schicksal für Charly noch bereit hält, wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

Die Geschichte ist leicht zu lesen, flüssig geschrieben und auch bestens als Urlaubslektüre geeignet. Insgesamt ist natürlich alles etwas vorhersehbar und wirklich große Überraschungen bleiben in der Geschichte aus. Aber ich muss sagen, dass mich das jedoch überhaupt nicht gestört hat, denn inhaltlich war es genau das, was ich von einem solchen Titel erwarte. Eine Empfehlung also für Alle, die Liebesromane, etwas Herzschmerz und ein Happy End mögen.


Der Endzwanziger Guntram - Gunni - Blommberg hat ein großes Problem: "Verstehe einer die Frauen!" und nimmt den Leser dabei mit auf eine Reise in seinen Kopf. Hin- und hergerissen zwischen dem coolen Macho, der er in seiner Fantasie sein kann, und der etwas schüchternen ernüchternden Wirklichkeit, kämpft Gunni sich durch den Alltag eines Mannes. Ob er mit seiner etwas verschrobenen Art am Ende auch das Herz von Babsi gewinnen kann, sei an dieser Stelle nochmal offen gelassen. Sicher ist, ohne Verwirrungen geht es nicht.

Beim Lesen besticht  das Buch mit einem, aus heutiger Sicht vielleicht etwas ulkig anmutendem Slang der 80er. Dabei wimmelt es nur so von Phrasen, Sprüchen und Kalauern bis sich einem selbst der Kopf dreht. Vielleicht ist das am Ende  nicht Jedermanns Sache, aber ich persönlich musste gerade deshalb ziemlich oft lachen. Die Art mit der sich Gunni durch die Erzählung quasselt, ist eben einfach mal was anderes. Herrlich schräg und gerade deswegen so sympathisch normal. Ob der Protagonist uns Frauen am Ende wirklich hilft, die Gedankenwelt der Männer besser zuverstehen, lasse ich mal dahingestellt. Garantiert ist aber ein ziemlich detaillierter Einblick in das, was uns sonst verborgen bleibt ;-)


Mit dem Buch von Mad Köninger habe ich mich als Leserin mal an ein ganz neues Genre gewagt. Der Autor schreibt in „Ich bin dann mal was Blödes tun“ aus seinem eigenen Leben und hat das Alles in eine Art Tagebuch gesteckt. Es soll dabei primär um seine Erfahrungen in einer Klinik gehen, in der er sich Hilfe bei seiner ADHS-Diagnose erhofft. Außerdem beschreibt er auf seine ganz eigene Art seine Sichtweise auf das Leben und seine Mitmenschen.

Was mir gut gefallen hat: Der Autor hat einen lockeren Erzählstil und ich musste in der Tat an der ein oder anderen Stelle schmunzeln. Es ist eben eine Satire und entsprechend darf man auch nicht alles so ernst nehmen. Mad Köninger beschäftigt sich mit zahlreichen Dingen des Alltags und versucht jede Situation in seinem Leben mit Humor zu meistern. Wahrscheinlich würde es so einigen von uns ebenfalls gut tun, dem Leben an der einen oder anderen Stelle einfach mal lockerer zu begegnen ;-)

Meine Kritikpunkte: Teilweise scheinen die Themen (Klinik, Literatur, Filme, Mitmenschen, Politik etc.) wahllos aneinandergereiht und es ist schwer einen roten Faden zu behalten. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus mehr auf dem Erkrankungsbild und dem, was in der Klinik passiert ist, gelegen hätte. Denn am Ende bin ich mir nicht sicher, ob ich nun wirklich mehr über ADHS-Patienten weiß.

Vielleicht dient dieser etwas konfuse Schreibstil aber ja gerade dazu, um darzustellen, wie es in einem Menschen mit dieser Diagnose aussieht?! Trotzdem hätte ich auf manche Themen (vor allem politische) verzichten können.

Alles in Allem ist es ein Buch für Leser mit schwarzem Humor, die das Leben mal aus einer völlig anderen Perspektive sehen möchten.